FeaturedErinnerungen

Moin moin Ihr Lieben!

Die liebe Kristina Licht hat ein paar Zitatbildchen für mich erstellt, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Schaut mal hier:

Hach, da werden Erinnerungen bei mir wach! Bei Band 4 der Lübeck-Reihe habe ich übrigens gerade die Seite 200 geknackt – damit ist das Buch bummelig halb fertig. 🙂

Wer Lust auf noch mehr Teaser hat, klickt hier. Viel Spaß beim stöbern und Euch eine schöne Restwoche!

Johanna

Schluss mit Lustig

Moin moin Ihr Lieben!

Erst das Auto, jetzt die Brille!
🙈😥 Jetzt ist aber mal genug – so kann ich nicht arbeiten! Seufz…
 
Vielleicht habe ich ja selbst Schuld. Vor ein paar Wochen sagte ich zu meinem Mann:
 
Weißt du, ich hätte auch gern eine Sitzheizung in meinem Auto. Und ne Lenkradheizung wäre genauso fein.
 
Zack: Kupplungsschaden (Das neue Auto bekomme ich am Freitag. MIT Sitz- und Lenkradheizung😎😁)
Ich wieder:
 
Weißt du, ich glaube ich brauche mal eine neue Brille. Meine Nahsicht – also mit der stimmt was nicht. Die alte Brille ist eh schon 12 Jahre alt.
 
Zack: Sprung im Glas (Schuld war wohl die Steuer – also die Unterlagen, die auf der Brill gelandet sind).
Also war ich gestern bei Hippel und habe mir eine neue Brille ausgesucht. Die kommt nächste Woche. Mit der kann ich dann auch wieder das Kleingedruckte lesen und ich komme modisch in der Gegenwart an, wie sich mein Optiker ausdrückte. 🧐
 
Aber jetzt noch mal ganz deutlich:
 
Sonst brauche ich NIX Neues. Alles ist super! Fernseher, Spülmaschine, Notebook, Waschmaschine, Akkuschrauber, Fahrrad (auch wenn das bald älter als ich ist), Küchenradio, Mixer, … also, ihr Dämonen: Krallen weg von meinem Zeug!
 
Ach, übrigens: Schreiben kann ich zum Glück auch mit Sprung im Glas. Band 4 steht heute morgen auf Seite 270. Sofie, Jan und Xavosch müssen ran ans Eingemachte. Und die Dämonen geben mächtig Gas (bitte nur im Roman! 😉 )
 
Habt einen sonnigen Tag, Ihr Lieben!

Das ist Müll

Nee, Johanna, die ist hinüber, die muss in den Müll

, sagte mein Vater zu mir.

  

Meine Oma starb vor ungefähr 20 Jahren, doch erst vor einem halben Jahr wurde ihr Haushalt aufgelöst. Als Kind spielte ich häufig mit ihrer Briefwaage (das Teil war damals schon uralt) und einem Glas mit polierten Halbedelsteinen. Ich konnte stundenlang Steine sortieren und abwiegen. Sie waren so wunderbar glatt und bunt. Einfach einzigartig  .

Im November – es war ein grauer nasser Tag, an dem es gar nicht richtig hell werden wollte – schauten wir die Sachen durch. Ich fragte mich, ob es mein „Spielzeug“ wohl noch gäbe. Das Glas mit den Steinen entdeckten wir recht schnell, doch die Briefwaage war nicht auffindbar. Kurz bevor wir gehen wollten, tauchte sie jedoch in der kleinen Raum neben der Milchkammer auf. Ich habe das alte Stück kaum erkannt, so sehr war es korrodiert. Mein Vater sah mich zweifelnd an und meinte, dass die hinüber sei.

Ja, danach sah die Waage wirklich aus: hässlich braun angelaufen und pickelig vom Rost. Bei der Stellschraube war das Gewinde nicht mehr zu erkennen und die auch Skala war kaum noch lesbar. Der Gedanke, das die alte Briefwaage zu entsorgen, machte mich traurig.

Ach, Papa, ich nehme sie erstmal mit. Vielleicht bekomme ich sie wieder hin.

Bei mir zu Hause untersuchte ich erstmal Steine und das Glas. Beides war ganz klebrig und merkwürdig schmierig angelaufen. Also richtete ich in meinem Abwaschbecken ein Schaumbad und wusch meinen Schatz gründlich. Als ich die Steine zum Trocken auf einem Handtuch ausbreitete, brach ein einzelner Sonnenstrahl durch das triste Novembergrau, traf auf die sauberen Steine und ließ sie wie tausend Diamanten funkeln. Plötzlich war mir, als würde meine Oma hinter mir stehen und mich anlächeln, fast als wolle sie sagen: Danke, dass Du diese Sachen mitgenommen hast. Mir kroch eine Gänsehaut über den Rücken, gefolgt von tiefem Glück.

Die Waage bekomme ich auch noch hin!

, wusste ich in diesem Moment.

Ich besorgte mir Messingpolierpaste und feines Schleifpapier. Die Waage und ich verbrachten mehrere Stunden miteinander und jetzt am Ende sieht sie so aus. Mit etwas Öl, Geduld und dosierter Kraft habe ich sogar die Stellschraube wieder gangbar bekommen. Einmal eingestellt, ist das gute Stück unfassbar präzise, so dass ich sie wirklich benutzen kann.

Jeder Brief (also auch die Post aus der Nebelsphäre) darf einmal auf meine Waage, bevor er mein Büro verlässt. Dafür bin ich dankbar, denn bei jedem Wiegen breitet sich Wärme in mir aus und ich denke an meine Oma.

Und das Schönste: Meinen Kinder geht es wie mir damals. Sie lieben die Steine. Es wird also auch heute noch sortiert und abgewogen.

Tja, so schließt sich der Kreis  . Glück liegt eindeutig in den kleinen Dingen.   

Mal was anderes: Eisbärenfütterung im Zoo Hannover

Moin, Moin, Ihr Lieben!

In der letzten Woche habe ich mir mit meiner Familie eine Woche Urlaub gegönnt. Hach, war das schön! Unter anderem besuchten wir auch einen Zoo, wo sich ein Drama abspielte. Obwohl… nein, eigentlich kein Drama, sondern viel mehr Natur pur.

Achtung: Der folgende Artikel kann Gefühle verletzen und ist NICHT in jedem Fall für Kinder geeignet.

Am Monat, 9. April 2018, 17:27 Uhr im Erlebnis-Zoo Hannover:

Der Eisbär läuft in seinem Gehege auf und ab und lässt seinen Blick rastlos über die Zuschauer schweifen. Immer mehr Menschen sammeln sich vor der Absperrung. Eine einsame Stockente dümpelt gelangweilt auf den Wellen des Beckens. Die Pflegerin lässt offenbar auf sich warten.

17:30 Uhr: die Pflegerin kommt. Wie auf Kommando springt er Eisbär kopfüber ins Wasser.
Er taucht.
Direkt unter die Ente.
Stößt überraschend schnell durch die Fluten nach oben und schnappt nach der Ente.

In den Vogel kommt Bewegung, von Langeweile keine Spur mehr. Mit knapper Not entkommt er den Fängen des Bären und flieht schwimmend vor dessen spitzen Zähnen.

Ein Raunen geht durch die Menschenmenge, die Pflegerin stöhnt und wirft ein paar Fische ins Becken.

«Komm schon! Lass die Ente und nimm die hier!»

Die hier interessieren den Weißpelz jedoch nicht die Bohne.

Der Eisbär schaut sich um, taucht ab und schwimmt erneut von unten an die Ente heran. Der zweite Angriff läuft nicht ganz so erfolgreich. Der Vogel flattert energisch und bringt abermals ein paar Meter zwischen sich und das Raubtier. Mir scheint, die erste Attacke hat die Flügel des Vogels verletzt – abheben kann das Tier nicht mehr.

Weiter Fische fallen unbeachtet ins Becken. Der Eisbär hat nur Augen die Stockente. Angeblich sind die weißen Bären im Wasser eher behäbig. Mir scheint das nicht so – der Ente wohl auch nicht. Nach wenigen Minuten hat der Eisbär den Vogel in die Ecke des Wellenbeckens gedrängt, schnappt sie von unten mit seinen Fängen und zieht sie unter Wasser.

Schließlich taucht er mit seiner Beute wieder auf und klettert mit ihr auf einen Felsen.

Angespannte Stille unter den Zuschauern.

Noch mehr Fische plumpsen neben dem Eisbären auf den Felsen und glitschen unbeachtet ins Wasser. Der Bär beschnüffelt die Ente, die Pflegerin gibt auf.

«Alles, was in dieses Becken fällt, wird zu Eisbärenfutter.»

Die Menschen starren gebannt ins Gehege. In der Luft liegt Sensationslust zwischen Ekel, Interesse und morbidem Voyeurismus. Einige Zuschauer sind entsetzt, als der Bär der Ente den Kopf abreißt. Blut spritzt, färbt das weiße Fell rot.

Die Pflegerin kommentiert:

«Das ist Natur pur, auch wenn wir versuchen, solche Szenen zu vermeiden.»

Ich frage mich warum. Der Eisbär folgt seinen Instinkten. Seine Beute ist freiwillig auf den Wellen gelandet.

Der Körper der kopflosen Ente zuckt wild. Bestimmt eine Minute lang. Das Entsetzen unter Zuschauer wächst, manche wenden sich schockiert ab und verlassen den Bereich mit den Worten:

«So etwas kann ich mir nicht ansehen.»

Ach so! Deswegen will der Zoo keine echte Jagd. Es geht um die Emotionen der Zuschauer, nicht um die Tiere. Ich frage mich, ob abgezogenen Menschen Vegetarier sind. Vermutlich nicht. Ob denen klar ist, wie das Fleisch auf ihre Teller kommt?

Wenige Minuten später sind von der Ente nur noch ein paar Federn und Blutspritzer auf dem Felsen übrig. Sogar nach seinem selbstbesorgten Snack hat der Eisbär kein Interesse mehr an den Fischen, die mit dem Bauch nach oben in den Wellen treiben.

Als der Eisbär im Wasser abtaucht, verlassen wir ebenfalls das Gehege. Ich bin nachdenklich. Die meisten von uns Europäern leben weit weg vom Thema Tod, sowohl was uns selbst als auch unsere Nahrung angeht. So weit, dass wir dieses Thema für andere Lebewesen ausklammern und ihnen gegen ihre Instinkte unsere sterile Lebensweise aufzwingen.

Das passt ziemlich gut zu den letzten Kapiteln, die ich vor Ostern geschrieben habe. Dort sagt Xavosch:

„Bei uns gilt: Du willst Fleisch essen? Dann töte das Tier. Vielleicht solltet ihr Menschen das auch mal probieren. Ich bin sicher, es würde eure Einstellung Tieren gegenüber grundlegend verändern.“

Ich denke, da hat er recht… (Ansonsten: Wenn in Zoos an Absperrungen steht, dass man sich nicht darüber beugen soll, dann hat das einen sinnvollen Grund!)

LBM 2018 – ein Wintermärchen

Alter Schwede, WAR. DAS. KALT!!!! Zumindest draußen. Drinnen war es kuschelig und einfach nett. Hach, ich habe in diesem Jahr so viel mit Bloggern, Lesern und Kollegen, geschnackt, dass ich das Fotografieren fast vergessen hätte – ein paar Bilder sind es dennoch geworden (unten seht Ihr die Highlights). Seufz, so viele liebe Menschen und so wenig Zeit! 

Es war schön mit Euch!

P.S.: Ich schickte meiner Tochter (Erstklässlerin) über das Smartphone der Oma ein Bild, auf dem ich mit zwei Leserinnen in die Kamera lächle mit dem Untertitel: Mama bei der Arbeit. Wenige Minuten später kam folgendes zurück

Das sieht nicht nach Arbeit aus. Die Lütte sagt: Du bist ein Witzbold.

Lach! Falsch: Ich bin ein Glückspilz. Meine Arbeit als Autorin ist einfach klasse, weil sie mich glücklich macht und damit meine ich nicht nur das Schreiben, sondern auch das Drumherum. Dass Arbeit Spaß machen darf, ja, sogar sollte!, werde ich der Lütten bei Gelegenheit in aller Ruhe erklären. Vorbildfunktion voll erfüllt würde ich sagen!